Open Competition: Wiederverwendbare Testumgebung für Fertigungsprozesse im Orbit für große Strukturen von Telekommunikationssatelliten
- 9. Juni
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Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat eine Ausschreibung zur Entwicklung einer wiederverwendbaren Testumgebung für die additive Fertigung großer Strukturbauteile im Orbit veröffentlicht. Ziel des Vorhabens ist es, die technologische Grundlage für die Herstellung von Satellitenkommunikationshardware direkt im Weltraum zu schaffen.
Im Fokus stehen großflächige Komponenten wie Reflektoren, Solarzellensysteme und Radiatorstrukturen, deren Größe heute durch die Nutzlastkapazitäten von Trägerraketen sowie die Komplexität von Entfaltungsmechanismen begrenzt wird. Die Fertigung im Orbit könnte diese Einschränkungen überwinden und neue Möglichkeiten für zukünftige Satellitenkommunikationssysteme eröffnen.
Im Rahmen der Ausschreibung soll ein weltraumtaugliches Testsystem entwickelt, gefertigt und betrieben werden. Dieses ermöglicht die Herstellung von Testmustern und Demonstratoren unter realen Weltraumbedingungen. Gleichzeitig werden die Auswirkungen von Mikrogravitation, Vakuum, Strahlung und thermischen Einflüssen auf Materialien und Fertigungsprozesse untersucht.
Das Projekt ist in zwei Phasen gegliedert: Zunächst wird ein flugbereites Testsystem entwickelt und am Boden validiert. Anschließend erfolgt der Einsatz im Orbit, wo Testbauteile gefertigt, zur Erde zurückgeführt und detailliert analysiert werden. Die gewonnenen Daten sollen dazu beitragen, zukünftige Fertigungsprozesse für große Strukturen im Weltraum zu optimieren.
Mit dieser Ausschreibung verfolgt die ESA das Ziel, die Voraussetzungen für die Herstellung großer Satellitenkomponenten direkt im Orbit zu schaffen und damit neue Perspektiven für leistungsfähigere Kommunikationssatelliten zu eröffnen.
Angebote können bis zum 3. Juli 2026 eingereicht werden. Das Projekt ist als Open Competition ausgeschrieben und verfügt über ein vorgesehenes Fördervolumen von mehr als 500.000 Euro.
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