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- Space Innovation Hub startet neuen Space Innovation Cup
Mit dem Space Innovation Cup hat der Space Innovation Hub ein neues Wettbewerbsformat ins Leben gerufen, das innovative Technologien und Konzepte für die Raumfahrt gezielt fördern soll. Der mehrphasige Innovationswettbewerb richtet sich an Unternehmen, Start-ups und weitere Akteure mit zukunftsweisenden Ideen aus der Raumfahrt sowie angrenzenden Technologiefeldern. Zum Auftakt steht die Challenge „Steuerung und Datentransfer von Drohnen über Satelliten“ im Fokus. Gesucht werden Lösungen für ein funktionsfähiges, robustes, miniaturisiertes und kosteneffizientes End-to-End-System, das handelsübliche Drohnen zuverlässig über Satelliten steuert und Daten überträgt. Dabei sollen Antennen sowie Sende- und Empfangseinheiten möglichst kompakt, leicht und energieeffizient sein, ohne Flugzeit, Nutzlast oder Energiehaushalt der Drohnen wesentlich zu beeinträchtigen. Gleichzeitig muss die Satellitenverbindung unter unterschiedlichen Wetterbedingungen und zu jeder Tageszeit einen sicheren und zuverlässigen Betrieb gewährleisten. Der Wettbewerb ist in mehrere aufeinander aufbauende Phasen gegliedert. Mit zunehmender Systemreife steigen die technischen Anforderungen, während die Teilnehmenden ihre Lösungen kontinuierlich weiterentwickeln. Für jede erfolgreich absolvierte Phase erhalten die Teams eine finanzielle Förderung: bis zu 100.000 Euro in Phase 1 sowie jeweils bis zu 200.000 Euro in den Phasen 2 und 3. Insgesamt können so Fördermittel von bis zu 500.000 Euro eingeworben werden. Über die Auswahl der Teilnehmenden und den späteren Gewinner entscheidet eine unabhängige Jury aus Expertinnen und Experten des jeweiligen Themengebiets. Mit dem neuen Space Innovation Cup schafft der Space Innovation Hub ein attraktives Förderformat, das innovative Entwicklungen mit konkreten Anwendungsfällen verbindet und den Transfer neuer Raumfahrttechnologien in die Praxis unterstützt. Die Bewerbungsfrist endet am 13.09.2026. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
- ESA startet Space Resources Challenge zum Bauen mit Mondregolith
Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat die dritte Space Resources Challenge gestartet. Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausschreibung steht die Entwicklung innovativer Technologien für das Bauen mit Mondregolith – dem lockeren Gesteins- und Staubmaterial auf der Mondoberfläche. Ziel ist es, Lösungen zu fördern, die lokale Ressourcen für den Aufbau einer nachhaltigen und langfristig nutzbaren Infrastruktur auf dem Mond erschließen. Die Challenge wird gemeinsam von der ESA und dem European Space Resources Innovation Centre (ESRIC) durchgeführt und richtet sich an Unternehmen, Start-ups sowie Forschungseinrichtungen. Gesucht werden innovative Ansätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Weltraumressourcen – von der Gewinnung und Verarbeitung des Mondmaterials bis hin zur Herstellung von Bauelementen und Infrastruktur für zukünftige Mondmissionen. Die überzeugendste Einreichung erhält eine ESA Cooperative Agreement in Höhe von 500.000 Euro, um die entwickelte Technologie weiterzuentwickeln und auf eine mögliche Demonstration im Weltraum vorzubereiten. Bewerbungen sind bis zum 2. Oktober 2026 möglich. Die Ausschreibung verdeutlicht die wachsende Bedeutung der In-Situ Resource Utilization (ISRU) für die zukünftige Raumfahrt. Technologien zur Nutzung lokaler Ressourcen gelten als Schlüssel, um langfristige Mondmissionen wirtschaftlicher und nachhaltiger zu gestalten. Gleichzeitig eröffnen sie neue Innovationspotenziale für europäische Unternehmen und Start-ups, die ihre Entwicklungen in einem zukunftsweisenden Technologiefeld positionieren möchten. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
- Gut zu wissen: Application Readiness Level (ARL)
Die „Application Readiness Levels“ (ARLs) sind ein NASA-Index, der aus den „Technology Readiness Levels“ (TRLs) der NASA abgeleitet wurde, um die Anwendungsbemühungen von Projekten verfolgen und steuern zu können. Die ARLs werden als Kommunikationsinstrument genutzt, um ein klares Bild der aktuellen und prognostizierten „Anwendungsreife“ einzelner Projekte hinsichtlich ihrer Einbindung in Entscheidungs- und Betriebsplattformen zu vermitteln. Der Index spiegelt dabei die drei Hauptstufen der Projektforschung, -entwicklung und -umsetzung wider (s. Abb.): Im Allgemeinen umfassen die ARL-Stufen 1–3 die Erforschung und Machbarkeitsprüfung; die ARL-Stufen 4–6 befassen sich mit der Entwicklung, Erprobung und Validierung; und die ARL-Stufen 7–9 konzentrieren sich auf die Integration der „Anwendung“ in die Entscheidungsprozesse des Endnutzers. Auch bei der ESA wird der ARL-Index mittlerweile teils verwendet. Quelle: NASA
- ESA veröffentlicht Space Economy Report 2026
Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat den Space Economy Report 2026 veröffentlicht und gibt darin einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der globalen und europäischen Raumfahrtwirtschaft. Der Bericht gibt einen umfassenden Überblick über aktuelle Markttrends, Investitionen sowie wirtschaftliche Potenziale und zeigt auf, welche Bedeutung Raumfahrttechnologien für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum haben. Besonders hervorgehoben wird die zunehmende Rolle kommerzieller Raumfahrtaktivitäten. New-Space-Unternehmen, innovative Geschäftsmodelle und Anwendungen in den Bereichen Erdbeobachtung, Navigation und Satellitenkommunikation treiben die Entwicklung der Branche maßgeblich voran. Gleichzeitig unterstreicht der Report die Bedeutung öffentlicher Investitionen, die nach einem leichten Rückgang im Vorjahr für 2026 wieder steigen sollen und damit wichtige Impulse für Forschung, Entwicklung und Innovation setzen. Für Start-ups und Unternehmen bietet der Space Economy Report wertvolle Einblicke in die aktuellen Entwicklungen des Raumfahrtmarktes und verdeutlicht die wachsenden Chancen, die sich durch neue Technologien und den Transfer von Raumfahrtinnovationen in andere Branchen ergeben. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
- Horizon Europe: 90,97 Millionen Euro für neue EU Space Research Calls
Die Europäische Kommission hat die Horizon Europe EU Space Research Calls 2026 geöffnet. Mit einem Gesamtbudget von 90,97 Millionen Euro sollen Forschungs- und Innovationsprojekte gefördert werden, die Europas technologische Souveränität im Weltraum stärken und kritische Schlüsseltechnologien weiterentwickeln. Die Ausschreibung richtet sich an Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und weitere Akteure der europäischen Raumfahrtbranche. Gefördert werden insgesamt acht Themenfelder, die verschiedene Bereiche der Raumfahrt abdecken. Dazu gehören der Ausbau eines unabhängigen europäischen Zugangs zum Weltraum durch EU-basierte Weltraumbahnhöfe, digitale Technologien für Erdbeobachtungs- und Satellitenkommunikationsanwendungen sowie innovative Lösungen für Weltraumwissenschaft und Exploration. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung kritischer Raumfahrttechnologien, um die Abhängigkeit Europas von außereuropäischen Lieferketten zu reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Raumfahrtindustrie langfristig zu sichern. Die Ausschreibung ist Teil von Horizon Europe Cluster 4 – Digital, Industry and Space. Projektvorschläge können bis 3. September 2026 eingereicht werden. Die Fördermaßnahme bietet insbesondere Unternehmen und Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, gemeinsam innovative Technologien zu entwickeln und einen Beitrag zur strategischen Autonomie Europas im Raumfahrtsektor zu leisten. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
- Call for Proposals: Entwicklung von Digital Twin Components für Destination Earth
Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat eine neue Ausschreibung zur Entwicklung von Digital Twin Components (DTCs) im Rahmen der Initiative Digital Twin Earth (DTE) veröffentlicht. Ziel der Ausschreibung ist es, das thematische Portfolio von Destination Earth gezielt zu erweitern und insbesondere neue Anwendungsfelder zu erschließen, die bislang noch nicht abgedeckt sind. Gleichzeitig soll die Interoperabilität zwischen bestehenden Digital Twin Components sowie nationalen Digital-Twin-Initiativen gestärkt werden. Gefördert werden drei Arten von Entwicklungsprojekten: Lead DTCs mit einer Laufzeit von 24 Monaten und einem Fördervolumen von bis zu 1,5 Mio. Euro, Early DTCs mit bis zu 0,5 Mio. Euro für 12 Monate sowie Collaborative Actions / Interoperability, die Kooperations- und Interoperabilitätsmaßnahmen mit bis zu 0,3 Mio. Euro über ebenfalls 12 Monate unterstützen. Für die Lead DTCs stehen die Themen Terrestrial Biosphere & Carbon Cycle, Ocean Health and Biodiversity sowie Ocean Carbon im Fokus. Die Early DTCs adressieren unter anderem Air Quality and Health, Urban, Transport & Infrastructures (Climate Adaptation), Land Biodiversity, Wildfires, Solid Earth, Arctic, Energy Sector, Geo-hazards und Glaciers. Die Ausschreibung richtet sich an Akteure, die innovative, EO-gestützte Digital-Twin-Lösungen entwickeln und damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung der europäischen Digital-Twin-Landschaft leisten möchten. Angebote können bis zum 19. August 2026 eingereicht werden. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
- Informationstag zu Inspektor- und Wächtersatelliten am 16. Juli 2026
Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR lädt am 16. Juli 2026 von 13:00 bis 17:00 Uhr zu einem Informationstag rund um das Thema „Inspektor- und Wächtersatelliten“ nach Bonn ein. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Sicherheit und Resilienz im Weltraum stehen Satelliten für Inspektions-, Wartungs- und Wächteraufgaben zunehmend im Fokus. Die Veranstaltung bietet Fachexperten/ Fachexpertinnen und Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung die Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen, technologische Herausforderungen und zukünftige Einsatzmöglichkeiten auszutauschen. Ziel ist ein transparenter fachlicher Dialog sowie die Ermittlung des aktuellen Stands der Technik. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt, eine Verpflegung ist vorgesehen. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt und wird nach dem First-Come-First-Serve-Prinzip vergeben. Termin: 16. Juli 2026, 13:00–17:00 Uhr Ort: Deutsche Raumfahrtagentur im DLR, Königswinterer Straße 522–524, 53227 Bonn Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
- Open Competition: Wiederverwendbare Testumgebung für Fertigungsprozesse im Orbit für große Strukturen von Telekommunikationssatelliten
Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat eine Ausschreibung zur Entwicklung einer wiederverwendbaren Testumgebung für die additive Fertigung großer Strukturbauteile im Orbit veröffentlicht. Ziel des Vorhabens ist es, die technologische Grundlage für die Herstellung von Satellitenkommunikationshardware direkt im Weltraum zu schaffen. Im Fokus stehen großflächige Komponenten wie Reflektoren, Solarzellensysteme und Radiatorstrukturen, deren Größe heute durch die Nutzlastkapazitäten von Trägerraketen sowie die Komplexität von Entfaltungsmechanismen begrenzt wird. Die Fertigung im Orbit könnte diese Einschränkungen überwinden und neue Möglichkeiten für zukünftige Satellitenkommunikationssysteme eröffnen. Im Rahmen der Ausschreibung soll ein weltraumtaugliches Testsystem entwickelt, gefertigt und betrieben werden. Dieses ermöglicht die Herstellung von Testmustern und Demonstratoren unter realen Weltraumbedingungen. Gleichzeitig werden die Auswirkungen von Mikrogravitation, Vakuum, Strahlung und thermischen Einflüssen auf Materialien und Fertigungsprozesse untersucht. Das Projekt ist in zwei Phasen gegliedert: Zunächst wird ein flugbereites Testsystem entwickelt und am Boden validiert. Anschließend erfolgt der Einsatz im Orbit, wo Testbauteile gefertigt, zur Erde zurückgeführt und detailliert analysiert werden. Die gewonnenen Daten sollen dazu beitragen, zukünftige Fertigungsprozesse für große Strukturen im Weltraum zu optimieren. Mit dieser Ausschreibung verfolgt die ESA das Ziel, die Voraussetzungen für die Herstellung großer Satellitenkomponenten direkt im Orbit zu schaffen und damit neue Perspektiven für leistungsfähigere Kommunikationssatelliten zu eröffnen. Angebote können bis zum 3. Juli 2026 eingereicht werden. Das Projekt ist als Open Competition ausgeschrieben und verfügt über ein vorgesehenes Fördervolumen von mehr als 500.000 Euro. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
- Open Competition: Ausschreibung für satellitengestützte Beyond-5G-Anwendungen
Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat eine neue Ausschreibung zur Entwicklung und Erprobung integrierter satelliten-terrestrischer Kommunikationslösungen für Beyond 5G (B5G) veröffentlicht. Ziel ist es, die Nutzung satellitengestützter Kommunikation in zukünftigen digitalen Anwendungen zu beschleunigen und deren Praxistauglichkeit unter realen Einsatzbedingungen nachzuweisen. Im Rahmen der Ausschreibung sollen Systemdemonstratoren entwickelt werden, die sogenannte Non-Terrestrial Networks (NTN) für Beyond-5G-Anwendungen validieren. Die Demonstrationen erfolgen durch Feldversuche unter realen Betriebsbedingungen und nutzen bestehende Satelliteninfrastrukturen. Adressiert werden zahlreiche Anwendungsfelder, darunter Direct-to-Device-Kommunikation, Internet of Things (IoT), Mobilität, maritime Anwendungen, Gesundheitswesen, Energieversorgung, Landwirtschaft sowie Katastrophen- und Notfallmanagement. Ziel ist es, die Anforderungen dieser Branchen zu analysieren und in technische Lösungen zu überführen, die Satellitenkommunikation nahtlos in zukünftige Kommunikationsnetze integrieren. Die geplanten Entwicklungen umfassen unter anderem Anpassungen von Endgeräten, Netzwerkinfrastrukturen und Edge-Systemen, um eine zuverlässige Anbindung über Satelliten zu ermöglichen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Sicherstellung von Dienstgüte, Leistungsfähigkeit und Interoperabilität innerhalb zukünftiger B5G- und 6G-Ökosysteme. Die Ausschreibung adressiert insbesondere die Herausforderungen bei der Einführung satellitengestützter Kommunikationsdienste in unterschiedlichen Branchen. Dazu gehören die Anpassung von Endgeräten, Edge-Systemen und Netzwerkinfrastrukturen sowie die Sicherstellung einer zuverlässigen Dienstgüte unter realistischen Betriebsbedingungen. Die Ausschreibung wurde am 2. April 2026 geöffnet. Angebote können bis zum 3. Juli 2026 eingereicht werden. Das Projekt ist als Open Competition ausgeschrieben und verfügt über ein vorgesehenes Fördervolumen von mehr als 500.000 Euro. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
- Open Call for Proposals: "Competitiveness Segment of the Space Safety Programme"
Die Europäische Weltraumorganisation ESA fördert im Rahmen ihrer Open Space Innovation Platform (OSIP) neue Technologien und innovative Konzepte, die das Potenzial haben, die Raumfahrt nachhaltig zu verändern. Die Plattform bietet Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Start-ups und Innovatoren die Möglichkeit, ihre Ideen direkt einzubringen und gemeinsam mit der ESA weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen zukunftsweisende Themen wie Künstliche Intelligenz, digitale Entwicklungs- und Simulationsmethoden, autonome Systeme sowie moderne Ansätze des Systems Engineerings. Ziel ist es, die Entwicklung komplexer Raumfahrtsysteme effizienter zu gestalten, Risiken frühzeitig zu identifizieren und neue Technologien schneller zur Einsatzreife zu bringen. Offene Innovationsformate wie OSIP spielen dabei eine wichtige Rolle, da sie den Austausch zwischen Wissenschaft, Industrie und Raumfahrtorganisationen fördern. Durch die frühzeitige Einbindung neuer Ideen entstehen Impulse, die nicht nur zukünftige Missionen unterstützen, sondern auch Innovationen in anderen Hightech-Branchen vorantreiben können. Die Initiative zeigt eindrucksvoll, wie wichtig interdisziplinäre Zusammenarbeit und digitale Technologien für die Zukunft der europäischen Raumfahrt sind. Gleichzeitig eröffnet sie die Möglichkeit, vielversprechende Konzepte bereits in einem frühen Stadium zu fördern und deren Potenzial für kommende Generationen von Raumfahrtsystemen zu erschließen. Weitere Informationen zu dem Programm und zur Einreichung erhalten Sie hier.
- Space for Inspiration 2026
Europas Zukunft der kommerziellen Raumfahrt trifft sich in Kopenhagen. Die Kommerzialisierung der Raumfahrt gewinnt in Europa weiter an Dynamik. Mit der Konferenz „Space for Inspiration 2026“ bringt die European Space Agency am 01. und 02. September 2026 führende Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Investoren und institutionelle Akteure in Kopenhagen zusammen. Die Veranstaltung gilt als eine der wichtigsten europäischen Plattformen für Innovationen rund um Forschung, Produktion und wirtschaftliche Nutzung des Weltraums. Unter dem Motto „Scaling Research and Production in Space“ stehen Themen wie Mikrogravitationsforschung, Weltraumproduktion, innovative Werkstoffe, nachhaltige Lebensmitteltechnologien sowie die Nutzung von Mondressourcen im Mittelpunkt. Dabei geht es insbesondere darum, Forschungsergebnisse in wirtschaftlich nutzbare Anwendungen zu überführen und neue Märkte zu erschließen. Neben Fachvorträgen und Diskussionsrunden bietet die Konferenz zahlreiche Möglichkeiten zum Networking und zur Anbahnung neuer Partnerschaften. Mit ihrer Ausrichtung auf Innovation, Kommerzialisierung und internationale Zusammenarbeit zählt „Space for Inspiration 2026“ zu den bedeutendsten europäischen Veranstaltungen für die wachsende Space Economy. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
- Europas Raumfahrtindustrie unter Druck durch neue Chemikalienregeln
Die europäische Raumfahrtbranche steht vor großen Herausforderungen: Strengere EU-Vorgaben zu gefährlichen Chemikalien verändern zunehmend die Entwicklung und Produktion von Satelliten, Raketen und elektronischen Systemen. Im Fokus steht dabei die REACH-Verordnung, die den Einsatz kritischer Stoffe stärker reguliert. Die EU-Chemikalienverordnung REACH („Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals“) zählt zu den weltweit strengsten Regulierungsrahmen für chemische Stoffe. Während viele Industriezweige bereits umfassende Anpassungen vorgenommen haben, trifft die Regulierung die Raumfahrt besonders hart. Der Grund: Zahlreiche essenzielle Materialien und Prozesse basieren auf Stoffen, für die es bislang kaum gleichwertige Alternativen gibt. Besonders betroffen sind Chemikalien wie PFAS, Chrom(VI) oder Hydrazin. Viele dieser Stoffe gelten in der Raumfahrt bislang als unverzichtbar, da sie extremen Bedingungen wie Vakuum, Strahlung oder starken Temperaturschwankungen standhalten müssen. Geeignete Alternativen sind häufig noch nicht verfügbar oder müssten aufwendig neu qualifiziert werden. Vor allem die geplanten Einschränkungen für PFAS sorgen derzeit für Unsicherheit in der Industrie. Die sogenannten „Forever Chemicals“ werden unter anderem für Isolierungen, Beschichtungen und Dichtungen eingesetzt. Ein Wegfall könnte erhebliche Auswirkungen auf Lieferketten, Kosten und technologische Entwicklungen haben. Die European Space Agency (ESA) reagiert darauf mit Workshops, Informationsangeboten und digitalen Tools, um Unternehmen frühzeitig bei Compliance- und Materialfragen zu unterstützen. Ziel ist es, Risiken zu minimieren und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Raumfahrtindustrie zu sichern. Damit wird deutlich: Chemische Compliance ist längst nicht mehr nur ein regulatorisches Thema, sondern entwickelt sich zu einem strategischen Erfolgsfaktor für die Zukunft der europäischen Space-Industrie. Weitere Informationen erhalten Sie hier.












